Bericht zum 2. Unternehmerstammtisch

Zum zweiten Stammtisch der Ensheimer Unternehmen am 25. Oktober im Gasthaus 5. Jahreszeiten kamen 15 Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen.

Nach der Begrüßung und einer kleinen Vorstellungsrunde kamen zunächst die Themen der letzten Sitzung nochmals zur Sprache. Zu diesen Themen gehörten nochmals die offensichtlich bei einer Vielzahl der Anwesenden beschriebenen Störungen im Festnetz und Mobilfunknetz der Telekom, gerade bei den Geschäften in der Hauptstraße. Diese unzufriedenstellende Situation erscheint wegen der fehlenden Erreichbarkeit der zuständigen Verantwortlichen bei der Telekom umso ärgerlicher, da dies letztlich auch zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit für Kunden und Lieferanten führt. Dieser Umstand ist unbefriedigend und geschäftsschädigend. Eine Ursache für die schlechte Erreichbarkeit im Mobilfunkbereich, über die auch viele Bürgerinnen und Bürger bereits schon seit längerem klagen, lässt sich vermutlich auf den Wegfall der Mobilfunkantenne auf dem ehemaligen Hager Gelände erklären. Daher wurde beschlossen der Sache auf den Grund zu gehen und Lösungen mit den Verantwortlichen zu suchen. Um das Ausmaß der Störungen und die Anzahl der Betroffenen besser beurteilen zu können, freuen wir uns über Ihre Hinweise (nicht nur von Unternehmen). Wenn Sie auch Probleme mit dem Festnetz- oder Mobilfunkanschluss der Telekom haben, melden Sie sich bei uns unter handel@66131ensheim.de oder unter 0151/1163 1964 bei Iris Scherer-Wunn.

Das nächste Thema war wiederum die Parkplatzsituation vor den Geschäften. Hier wurde in der Diskussion deutlich, dass die Parkplatz- und die Parksituation im Ort ganz unterschiedlich ist. Teilweise sei es nach Angaben einiger Unternehmer sogar schon zu Strafzetteln wegen Falschparkens auf dem Gehweg durch das Ordnungsamt gekommen, in Fällen in denen Kunden nur kurz vor den Geschäften zur Erledigung ihrer Einkäufe geparkt hatten. Insgesamt stellt sich das Problem und die Lösungsmöglichkeiten der Unternehmen in der Johannstraße, die unter der knappen Parksituation an der Apotheke und der Arztpraxis betroffen sind, anders dar, als bei denjenigen in der Hauptstraße oder im Hämel. Insgesamt aber wurden an dem Abend gute Lösungsvorschläge gemacht, letztlich werden aber die Chancen auf Abhilfe seitens der hierfür zuständigen Verwaltung ohne die vorherige Erstellung eines gemeinsamen Konzepts mit konkreten Lösungsvorschlägen der Betroffenen eher schlecht eingeschätzt, insbesondere dann, wenn jedes Unternehmen einzeln für sich um eine Lösung bemühen sollte. An diesem Punkt wurde festgestellt, dass hierzu die Organisation der Betroffenen in einem gemeinsamen Gremium zielführend sein kann und beschlossen unabhängig von der Tatsache ob es zu einer Gewerbevereinsgründung kommt, dieses Thema auch in den kommenden Sitzungen zu diskutieren und fortzuentwickeln.

Danach gab es einen Rückblick zu der überaus erfolgreichen ersten „Heimat shoppen“ Aktion im September. Die teilnehmenden Unternehmen, ganz gleich ob Kaufleute, Handwerker oder Dienstleister konnten sich an dem Aktionswochenende gemeinsam sowohl ihren Stammkunden als auch zahlreichen Neukunden positiv und teilweise ganz neu präsentieren. Möglich wurde dies, weil alle teilnehmenden Unternehmen sich an dem gemeinsamen Motto beteiligten und auch in diesem Fall an einem Strang gezogen haben. Aus dieser positiven Erfahrung heraus, wurde daher in der Sitzung beschlossen eine eigenständige Folgeaktion „Ensheimer Weihnachts shoppen“ am 1. Adventswochenende, Freitag 1. und am Samstag 2. Dezember durchzuführen. Weitere Informationen dazu finden Sie im separaten Artikel hier im Heft und unter www.66131ensheim.de .

Letztlich stand in der Sitzung das Thema Gründung eines Gewerbevereins an. Festgestellt wurde, dass Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung eine wichtige Rolle in Ensheim einnehmen. Egal ob zur Sicherung der Grundversorgung, als Versammlungsort für Gesellschaften oder Vereine oder zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Ohne die Geschäfte, Handwerker und Industriebetriebe vor Ort wäre Ensheim nur halb so attraktiv. Dies allein ist aber kein Argument und eine Garantie für den Fortbestand und vor allem auch kein Selbstzweck um auch in der Zukunft bestehen zu können. Die Konkurrenz im Internet oder beim Discounter kann je nachdem dabei existenzbedrohend werden, egal ob es sich dabei z.B. um das Grundnahrungsangebot, das Angebot einer Versandapotheke, Heilpraktiker Tipps oder eines online Handwerkers handelt. Umso mehr gilt es die Vorzüge lokaler Anbieter hervorzuheben aber auch deren Rahmenbedingungen (siehe oben) zu stärken. Dabei stellt eine mangelnde Akzeptanz oder auch das fehlende Verständnis der Vorteile lokaler Gewerbetreibender eines der Grundproblem dar. Daher wollen die Ensheimer Unternehmen um ihren Erhalt und die Zukunft kämpfen, nicht nur für sich selbst, sondern besonders zum Wohl Ensheims. Denn nur wenn es gelingt ein Zeichen gegen den allgemeinen Trend zu setzen, bleibt es bei der Vielfalt im Ort. Daher wollen die Unternehmen sich in einem Gewerbeverein zusammenschließen. Im Gegensatz zu einer Interessengemeinschaft lässt sich die Arbeit in einem Verein besser organisieren und strukturieren. Es gibt klar zugewiesene Aufgaben und Zuständigkeiten. Während ein Verein klar erkennbar und der Satzung entsprechend nach Außen auftritt, gilt dies in einer Interessengemeinschaft nicht. In Bezug auf Haftung gibt es bei der Interessengemeinschaft daher, wie beim nicht eingetragenen Verein, häufig Unsicherheiten und Unwägbarkeiten für den einzelnen. Regelmäßige Sitzungen gehören genauso dazu wie die Verteilung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben zur Planbarkeit und Schaffung von Gestaltungsspielraum für die Zukunft. Die Mitglieder haben ein Mitbestimmungsrecht. Es gibt vielfach öffentliche Hilfen und Unterstützungen. Länderförderungen, Bundesförderungen oder auch EU-Fördermitteln stehen gemeinnützigen Initiativen zur Verfügung. Beim Unternehmerstammtisch wurde daher mehrheitlich beschlossen einen Gewerbeverein bei der nächsten Sitzung im Januar nächsten Jahres zu gründen. Zeitnahe Informationen werden wir hier wie auch unter www.66131ensheim.de sowie auf unserer Facebookseite „Handel & Gewerbe in Ensheim“ veröffentlichen. Als persönliche Ansprechpartner für Fragen oder Anregungen stehen für Sie auch Stefan Vogelgesang, Elektro Vogelgesang Tel. 06893/6553, Goldschmiedemeisterin Anne Dederichs 06893/21 39 und Iris Scherer-Wunn, Degott’s Hof 06893/800193 zur Verfügung.

Iris Scherer-Wunn

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